Svinafelsjökull, 26. September

In der Nacht schlafen wir schlecht, es rüttelt uns, der Wind heult, der Regen prasselt auf das Dach, das Gefühl, der Wagen könnte abheben! Dafür ist es am Morgen noch ziemlich trocken, so dass wir uns relativ früh auf den Weg zu unserem zweiten Gletscher hier machen.

Zunächst kommen wir in einiger Entfernung wieder am Skaftafelljökull vorbei.

Ein winziges Loch in der Wolkendecke

Wir haben Gegenwind, der uns fast umweht, es ist sehr anstrengend, hier zu laufen!

Kleine Blume auf dem Weg

Um zum Svinafelsjökull zu kommen, müssen wir eine Hängebrücke überqueren, die heftig im Wind schaukelt.

Beim ersten Mal gehen wir gemeinsam rüber, das bringt die Brücke noch mehr ins Schwingen

Dann erreichen wir nach fast 1,5 Stunden den Gletscher.

Auch hier die abgekalbten Eisbrocken des Gletschers

Der Wind ist hier oben so heftig, dass wir uns dagegen wehren müssen, fortgetrieben zu werden, so halten wir uns gegenseitig fest, aber zu allem Überfluss fängt es auch heftig an zu regnen. Es bleibt natürlich das einmalige Erleben dieser Naturgewalten!

Diesmal gehen wir einzeln über die Brücke

Je weiter wir kommen, desto nasser werden wir, in den Schuhen steht das Wasser, der Weg ist teilweise so überspült, dass wir durch tieferes Wasser stapfen müssen. Wir sind froh, als wir wieder am WoMo sind und die nassen Schuhe ausziehen können, zum Glück gibt es hier einen Trockner, wo wir die nassen Klamotten reinschmeißen können.

Skaftafelljökull, 25. September

Am Morgen wandern wir noch zu einem kleinen Wasserfall in der Nähe, dem Stórnarfoss, hier ist es ziemlich ruhig und sehr angenehm.

Auf der Weiterfahrt zum Skaftafell-Camping kommen wir immer wieder an verschiedenen Wasserfällen vorbei, halten auch noch einmal bei einem Namenlosen:

Diese Kuppe ist lange in Sicht, wir müssen sie umfahren!

Als wir uns dem Vatnajökull-Nationalpark (mächtigster Gletscher in Island, der Skaftafellsjökull ist nur eine der vielen Gletscherzungen davon) nähern, taucht auch der erste Gletscher auf!

Es ist noch sehr diesig, zum Glück ändert sich das noch!

Wir buchen den Platz für zwei Tage, evt. wollen wir noch einen dritten anhängen, ist etwas wetterabhängig, es ist sehr viel Regen angesagt!

Aber heute ist es noch klar und wir wandern bald los!

Wir sind sehr berührt von dieser Kraft der Natur, immer wieder neue Blicke und Eindrücke.

Es werden mehr und mehr Gipfel der den Gletscher umgebenden Berge sichtbar
Skaftafellsjökull – Auf dem Wasser schwimmen noch Eisteile, die tiefblau sind!
Die Farben auf den umgebenden Hängen sind genial

Als wir wieder zurück auf dem Campingplatz sind beginnt es zu regnen.

Kirkjubæjarklaustur, unaussprechlich schön, 24. September

Nach dem Frühstück, wir sind mit Blick auf den Sonnenaufgang aufgewacht, machen wir zunächst einmal einen Spaziergang zum Schwarzen Strand von Vik, wir haben entschieden, heute weiter zu fahren, der Campingplatz hat uns nicht so gut gefallen.

Wir klettern auch noch zur Kirche hoch, die so schön in der Sonne liegt…

Zunächst fahren wir zur Fjaðrárgljúfur, einer Schlucht, an deren Kante man relativ einfach hochsteigen kann, sehr schön, allerdings sind wir wieder nicht die einzigen Besucher.

Danach geht es nach Kirkjubæjarklaustur, mitten im Katla-Geopark. Der Campingplatz ist wunderbar, ruhig, gemütlich, wir können von hier aus loswandern, es gibt eine kleine Rundwanderung, die es aber trotzdem in sich hat!

Am Abend beginnt es zu regnen, wir machen es uns gemütlich!

Wasser von allen Seiten, 23. September

Wir starten noch in der Trockenheit, es ist auch längst nicht mehr so kalt, aber es ist viel Regen angesagt.

Von daher haben wir einen Besuch im Lava-Zentrum in Hvolsvöllur geplant, der uns auch ziemlich begeistert.

Eine Nachbildung des unterirdischen Lavastroms

Wir verbringen hier eine gute Stunde, auf der Weiterfahrt fängt es dann an zu regen.

Am Seljalandsfoss gibt es 4 Wasserfälle zu sehen, außerdem kann man am Seljalandsfoss auch hinter den Wasserfall gelangen.

Beim Gang hinter den Wasserfall werden wir von allen Seiten nass!

Am Skogarfoss hat der Regen schon so zugenommen, dass wir völlig durchnässt wieder am Auto ankommen, wir stellten fest, dass die Isländer sich auch durch widrige Umstände nicht vom heiraten abhalten lassen…

Die eigentliche Zeremonie fand auf der hinten zu sehenden Sandbank statt, für das Foto war ich aber zu weit entfernt!

Der Skogafoss wirkt sehr mächtig, hat allerdings über eine sehr lange Treppe einen kleinen Vorläufer

Im Dauerregen erreichen wir unseren Zeltplatz in Vik, wir werden den Wagen wohl heute nicht mehr verlassen….

Und noch ein Tag des Wassers, 22. September

Wir bewegen uns weiter auf dem Golden Circle, es ist mal mehr und mal weniger voll.

Wir starten mit dem Besuch des Gullfoss, einer der ganz großen Wasserfälle in Island, von daher auch von vielen Touristenbussen angefahren, aber wunderschön!

Die Fahrt geht weiter zum Geysir, wo wir zunächst den richtigen Einstieg nicht finden, wir parken auf dem Parkplatz des dazugehörigen Hotels. Hier ist Tourismus pur angesagt, wir sind schnell durch, haben den Geysir zweimal hochgehen sehen, das Restaurant ist ein Schnellimbiss und wir sind schnell wieder weg!

Unser nächstes Ziel heute ist der Bruarfoss, wo sich eine kleine Wanderung anschließt.

Der Parkplatz ist voll, aber nach dem Wasserfall wird es deutlich ruhiger, es sind nur noch ein paar andere Wanderer unterwegs.

Obwohl oder gerade weil wir ziemlich erschöpft sind, entschließen wir uns, noch die Secret Lagoon zu besuchen, das älteste Thermalbad Islands. Es tut sehr gut, von der Wärme in die Kälte zu wechseln, es gibt zwei heiße und einen kalten Pool. Es ist nicht zu voll, alles bestens und wir können entspannt wieder zurück zum Campingplatz fahren, wo unser Platz von gestern noch auf uns wartet.

Im Tal, wo heißes Wasser fließt, 21. September

Opulentes Frühstück zum 15. Hochzeitstag

Wir nehmen Abschied vom Nationalpark und fahren weiter Richtung Süden, unser Ziel ist ein Tal, in dem ein Fluß mit heißem Wasser fließt, der zudem noch eine Badestelle hat, der Reykjadalur Hot Spring Thermal River.

Überall brodelt es…

Doch zunächst muss die Erholung erkämpft werden, wir benötigen 1,5 Stunden, um den Weg ins Tal zu erklimmen, es geht 280 m hoch. Mit uns gehen viele Andere, meist schneller wie wir, müssen aber auch kämpfen.

Überall Wasser, nicht immer heiß!

Als wir oben ankommen, ist der Pool schon gut besucht, aber es ist ein kommen und gehen, von daher verläuft sich der Andrang.

Man kann nur hocken oder liegen, das Wasser ist nicht höher wie 40 Cm…

Der Rückweg geht etwas schneller, nach 50 Minuten sind wir wieder am Auto, der Parkplatz hat sich inzwischen gut gefüllt.

Wir fahren in den Ort, gehen zur Feier unseres Hochzeitstages etwas essen und fahren dann weiter nach Flúðir, von wo aus wir einige Geysire und Wasserfälle besuchen wollen.

Þingvellir National Park, 20. September

Heute merken wir wirklich, dass wir auf dem Golden Circle angekommen sind, die Orte, die wir am Vormittag aufsuchen, sind schon sehr voll, obwohl wir vor 9:00 Uhr losgekommen sind. Aber fangen wir am Anfang an, da ist es noch ruhig!

Am Morgen waren es draußen -2 Grad und im Wagen +4….

Wir fahren mit dem Fahrrad zum zweiten Parkplatz, von dort aus beginnen die Wanderwege, hier sind wir gestern auch auf dem Weg zum Wasserfall entlanggekommen.

Von der Þingvellir-Kirche aus gehen wir zur Silfra-Spalte, hier driften die nordamerikanische und die euroasiatische Platte auseinander, und in der bis über 40 m tiefen Spalte steht ca. 4 Grad kaltes Wasser.

Wir hatten überlegt, hier zu schnorcheln, obwohl das extrem teuer ist, aber vor Ort haben wir gesehen, dass das vor allem touristische Massenabfertigung bedeutet.

Die Gegend ist wirklich schön, aber die Gruppen werden durchgeschleust, und es ist ja schon Nachsaison!

Hier trennen sich Europa und Amerika!

Wir folgen weiterhin unserer Wanderplanung. Aufgrund der Vielzahl der inzwischen angekommen Busse treffen wir auch die Vielzahl der Besucher.

Am Nachmittag machen wir die entgegengesetzte Erfahrung, wir sind alleine auf einem nur spärlich ausgezeichneten Wanderweg (eher Kraxelpfad), es ist anstrengend und wunderschön!

Entlang dieser Spalte klettern wir durch eine zerklüftete Landschaft, so hatten wir uns diesen Nationalpark vorgestellt.

Es ist jetzt hier kurz vor 18:00 Uhr und so langsam füllt sich auch der Campingplatz wieder, gestern war es sehr voll geworden, vor allem teilen sich alle 4 Klos und zwei Duschen….

Ein Bad im Nordatlantik, 19. September

Angefangen hat der Tag natürlich noch in Reykjavik, wir genießen noch mehr Kultur und ein Bad im Nordmeer, 9,9 Grad Wassertemperatur!

Vor dem Bad stand natürlich noch ein Hotpool an!

Dann geht es wieder ins wilde Island, ein paar Tage im Nationalpark Thingvellir, nur rund 40 Kilometer von Reykjavik entfernt.

Es ist extrem windig, wir werden im WoMo durchgeschüttelt, es ist auch sehr kalt.

Wir haben schon seit Tagen ein stabiles Hochdruckgebiet mit blauem Himmel und klaren aber sehr kalten Nächten.

Kultur in Reykjavik, 18. September

Wir  beginnen unseren Kulturtag mit einem Besuch im Museum für Fotografie im Zentrum von Reykjavik. 

Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Schaffen eines Pressefotografen über 50 Jahre hinweg. Daneben findet sich noch eine kleine Schau von Bildern vom Aufstand der Frauen Oktober 1975 (der Film dazu „ ein Tag ohne Frauen“) ist absolut sehenswert!

Anschließend gehen wir wieder zur Hallgrimskirche, wo um 12:00 Uhr eine Orgel Meditation stattfindet.

Skulpturenpark auf dem Weg

Unerwarteterweise wird im Anschluss noch eine heiße Fischsuppe serviert.

während der Meditation waren keine Fotos erlaubt, das nächste ist von gestern

In einem Café, in dem auch Schallplatten verkauft werden, sucht, hört und findet Gerd auch Musik, die ihm gefällt, die er natürlich mitnehmen muss. Jazz aus Island!

Wir besuchen auch noch eines der drei Artmuseen von Reykjavik, morgen früh soll das Zweite folgen, das in der Nähe des Campingplatzes liegt.

Heute Abend steht noch der Besuch von ein oder zwei Clubs an, in denen Live Music spielt. Wir feiern „Bergfest“, d.h. die Hälfte unserer Reise ist um.

wunderbare Coverband im Buchladen

und zurück auf dem Campingplatz:

Ein wahnsinnig schöner Tag!

Reykjavik, 17. September

Zunächst fahren wir noch einmal nach Akranes in den Ort, um auch den Leuchtturm zu besichtigen. Als Oldies brauchen wir keinen Eintritt zu bezahlen, der Mensch an der Kasse empfiehlt uns, im Turm zu singen, das sei einzigartig.

Den Rat nehmen wir natürlich an, und der Klang tönt durch den ganzen Turm, klingt volltönend, man glaubt, man könne hervorragend singen!

Und die Aussicht von ganz oben ist genial!

Im Hintergrund der neue Leuchtturm

Danach geht es weiter nach Reykjavik, wir sind schon kurz nach 12 Uhr da, fahren auf den Campingplatz und finden einen hervorragenden Stellplatz.

Nach einer kurzen Mittagspause fahren wir mit dem Bus in die Stadt, und sie gefällt uns! Heute schlendern wir nur und klappern ein paar Sehenswürdigkeiten ab, Gerd entdeckt furchtbar viele Plattenläden, wir finden Pubs mit Live-Music für morgen Abend… ein sehr gelungener Tag!