Wind und Wellen 5. Oktober

Die Norröna hat Tórshavn kurz vor Mitternacht verlassen, bei ca. 7 Windstärken und 5-7 m Wellenhöhe. Wir haben gut geschlafen, wurde sozusagen in den Schlaf gewiegt.

Beim Buffet am Abend vorher haben wir uns noch sattgegessen, auf den Schafskopf allerdings verzichtet!

Lecker Schafskopf

Gerade haben wir die Shetland Inseln passiert, Wind immer noch sehr stark, Wellenhöhe auch, obwohl das von hier oben nicht so aussieht, aber der Schiffsbug schwingt in großem Bogen auf und ab.

Die Shetlands südlich von uns

Nachmittags soll es etwas ruhiger werden, mal sehen. Jedenfalls gibt der Käpt‘n ordentlich Gas und wir sollen Mo um 11:00 in Hirtshals ankommen.

Hier können wir immer sehen, wo wir sind
Derzeitige Windlage bei Windy.com

festgesetzt in Tórshavn, 4. Oktober

Das Schiff kommt am Freitag Nachmittag pünktlich in Tórshawn an und wir nutzen die Gelegenheit zu einem Stadtspaziergang.

Wir nähern uns den Faröern

Da wir wegen des Orkantiefs über den Shetlandinseln – genau da, wo wir lang müssen – 24 Stunden länger hier bleiben, möchten wir heute noch einmal einen Spaziergang zum Leuchtturm machen und hoffen, dass es heute Abend ziemlich ruhig weitergeht!

Wie ein Geschenk Islands zum Abschied, 2. Oktober

Ohne Worte

Wir fahren weiter nach Seydisfjordur, wo am Abend die Fähre loslegt.

Unterwegs kommen wir noch an unserem wahrscheinlich letzten Wasserfall dieser Tour vorbei, dem Gufufoss.

Seydisfjordur erweist sich als kleines, schmuckes Städtchen, das im Sommer zweimal und im Winter einmal pro Woche durch die Fähre von Besuchern durchströmt wird.

Der Sturm führt dazu, dass wir 24 Stunden länger auf den Faröern bleiben und erst am Montag in Dänemark ankommen! dementsprechend sind wir erst am Dienstag zuhause.
Adiós Islandia

unser vorletzter Tag, 1. Oktober

noch ein Blick aus unserem WoMo

Es schließt sich in Egilsstadir ein Kreis, hier haben wir nach unserer Ankunft in Island zunächst mal eingekauft und übernachten heute die letzte Nacht in Island ebendort.

Wir haben viel Zeit, machen einen schönen Spaziergang in einem Wald an einem Fluss (Selskógur) und gehen ins öffentliche Schwimmbad (Sundlaug), super!

die Herbstfarben überwältigen uns

Der Campingplatz ist gut, in Stadtnähe, am Nachmittag machen wir noch einen Bummel, die Stadt ist allerdings sehr überschaubar.

Und morgen Abend geht es auf die Fähre!

Von Fossurdalur nach Reydafjordur, 30. September

Bei unserer Wanderung am Morgen wird uns die Bedeutung von Fossurdalur klar, das Tal der Wasserfälle. Wir sehen 5 oder 6 Wasserfälle auf einen Blick, es ist genial hier oben!

Als wir in Fossurdalur ankamen, haben wir außer Wolken nichts gesehen, der Platz entwickelte sein Schönheit erst mit der Zeit, zunächst klart es abends auf, dann nachts das Nordlicht, und am nächsten Morgen herrscht eine sehr mystische Stimmung, dringend empfehlenswert!

Der nächste Platz sollte schon geschlossen sein, nach Anruf stellt sich heraus, dass er noch ein paar Tage offen ist.

Reydafjordur ist ein größerer Ort, am Hafen etwas Industrie, mit einer schönen Kirche und einem sehr schönen Wasserfall, am Ende einer Schlucht!

Auch hier füllt sich langsam der Platz, aber wir sitzen warm und trocken, in der nassen Umgebung, neben einem Teich!

Fossardalur, 29. September

Am Morgen regnet es in Strömen, wir zurren alles fest und fahren zur Rezeption, wo es kürzer zur Küche und zum Klo ist.

Kurz nach 11 Uhr kommen wir los, die Straße, die zuvor gesperrt war, ist wieder befahrbar und wir erreichen bald Djupivogur, wo wir schwimmen gehen und uns im Hotpot entspannen können.

wir sind die einzigen Gäste!

Wir sehen uns noch etwas Kunst im Ort an, bevor wir dann den sehr abgelegenen, schönen Campingplatz Fossardalur erreichen.

Kunst am Ei, sozusagen – eine Darstellung der Eier aller Vogelarten, die es hier gibt

Der Leuchtturm ist im Nieselregen kaum zu erkennen.

Dafür haben wir auf dem Campingplatz eine herausragende Aufenthaltshütte! Wir müssen eine löcherige Schotterpiste den Berg hochfahren – hoffentlich schreckt das viele andere ab! – und dann sind wir inmitten von Bergen, Flüssen, Wiesen, hören Wasserfälle …

Hier trinken wir erstmal gemütlich Kaffee, und später kochen und essen wir hier auch, unter dem Elchgeweih.

Weil es nie langweilig wird:

eine kleine Wolkenlücke bringt uns wieder viel Freud

Überall im Eis…. Und noch Nordlicht, 28. September

Schon kurz nach Eintritt der Dunkelheit taucht etwas Nordlicht auf. Dann werden wir beide kurz nach drei wach und erleben wieder einmal eine grandiose Lichtshow! Und dazu einen fantastischen Sternenhimmel.

Wir können uns kaum davon trennen, sind auch um 4 Uhr morgens dann noch so aufgedreht, dass wir kaum noch schlafen, vor allem wollen wir um 7 Uhr aufstehen, wir haben noch eine Bootstour auf dem Fjallsarlon – ein Gletschersee – gebucht, wollen ganz ans Eis heran!

Wir haben den Termin um 10.30 gebucht, was sich als sehr vorteilhaft erweist, es gehen nur zwei Boote aufs Wasser, der Bootsführer ist sehr entspannt, es ist einfach wundervoll!

Einige Kilometer weiter in unserer Richtung liegt noch der Diamond-Beach, so genannt, weil vom Gletscher abgebrochene und in der Lagune geschmolzene Eisstücke hier vom Wellengang angetrieben werden. Auf dieser Lagune, dem Jökulsarlon, hätten wir auch eine Bootstour machen können, aber es ist wesentlich voller, auf Massentourismus ausgelegt, wir gehen spazieren, machen einige Fotos und fahren dann weiter nach Höfn, wo unser nächster Campingplatz liegt.

Wanderung zum Svartifoss, 27. September

Es hat wieder die ganze Nacht geregnet, der Wind hat allerdings abgenommen. Am Morgen lassen wir uns Zeit, es soll gegen Mittag aufklaren.

Es geht gemächlich los
Hundafoss auf dem Hinweg

Der Weg ist viel belaufen, es kommen auch einige Busse für diese Wanderung hierhin, aber es verläuft sich doch alles.

In der Ferne ist der Svartifoss schon zu erkennen

Der Weg ist sehr gut ausgebaut, wir wollen nicht den gleichen Weg zurücklaufen und können beim Wasserfall die Richtung wählen.

Wir entscheiden uns für die Strecke vorbei am ehemaligen Bauernhof Sel, also links herum!

Ausblicke vom Sjónarsker
Blick auf den schneebedeckten Hvannadalshnjukul

Auf dem sehr gut ausgebauten schmalem Pfad kommen wir an dem Bauernhof vorbei, bevor wir dann noch einmal den Hundafoss sehen.

Hundafoss auf dem Rückweg
Lambargi, ein schön gelegener Rastplatz

Über einige schmale Brücken gelangen wir auf ein Gebiet, in dem vor vielen Jahrzehnten Landwirtschaft betrieben wurde, bevor Vulkanausbrüche das Land verwüsteten. Nach knapp drei Stunden kommen wir wieder am Campingplatz an.

Am späten Nachmittag gehen wir noch mal zum Skaftafelljokull, diesmal bei wunderbarem Wetter.